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über mich

 

Nur was wir kennen, können wir achten und schützen; Natur- und Artenschutz

 

Gesund Leben mit Kräutern, Heilkräutern und Wildpflanzen

 

Informationen zu Pilzvergiftungen

 

Buchempfehlungen   


Pilze und Radioaktivität

 

Infos zu den Ausbildungsangeboten Pilzcoach oder Pilzsachverständiger  

 

Artikel im Emmendinger Tor (27.08.14)

 

Artikel in der Badischen Zeitung (09.09.14) 

 

Übersicht über die Vielzahl der heimischen Gattungen und Arten

Pilze im Jahresablauf 

 

Eigene Publikationen:

 

Beobachtungen über Vorkommen als selten geltender Pilzarten im südbadischen Landkreis Emmendingen                                         

veröffentlicht in der Südwestdeutschen Pilzrundschau Januar 2015  


Pilze – Spiel mit dem Feuer oder heißester Tipp für die Gourmetküche?

veröffentlicht in der Südwestdeutschen Pilzrundschau Januar 2014  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Über mich  

Ich bin ein Kind des Waldes

 

 

"sei selbst der wandel, den du in der welt sehen möchtest"
(mahatma gandhi)

Die Liebe zur Natur habe ich von meinem Vater geerbt.

Seit frühester Kindheit hat er mich mitgenommen in die wildesten und schönsten Gegenden in unserer deutschen und europäischen Natur und hat mir deren Schönheit gezeigt.

So wie mein Vater verbringe auch ich meine Freizeit in Wald und Flur, immer offen für Neues.

 

Ich genieße die Ruhe des Waldes, die Geräusche und Gerüche und die faszinierenden Tiere und Pflanzen. Alles, was ich entdecke, öffnet mein Herz.

 

Leben mit allen Sinnen - Freiheit in der Natur.

 

Ich bin begeistert von der Artenvielfalt und der überschwänglichen Schönheit der Natur und ihrer Geschöpfe. Natur- und Artenschutz sind für mich fester Bestandteil meines Lebens und werden auch bei meinen Exkursionen vermittelt.

 

Ich beschäftige mich seit über 25 Jahren intensiv mit Wildpflanzen und Kräutern und seit 2004 mit Pilzen und habe es nun geschafft, mich das ganze Jahr über regelmäßig aus der Natur zu ernähren.

 

Mein Wissen habe ich mir durch jahrelanges Feldstudium erarbeitet, ergänzt durch die Teilnahme an etlichen geführten Exkursionen und Workshops sowie meine Ausbildungen.

 

Am Beginn meiner Leidenschaft stand der Wunsch nach alternativen Heilmethoden, da mich allerlei Zipperlein plagten. Ich wollte damals meinen kleinen Sohn und mich selbständig bei den alltäglichen Gesundheitsstörungen und Krankheiten behandeln können. Nach und nach entdeckte ich dann, wie schmackhaft die meisten Wildpflanzen sind und dass der Bereich "Naturkost mit Genuss" Unendliches für mich bereithält. So begann die Zeit des Ausprobierens und Kochens und dies ist bis heute für mich sehr wichtig. Mein Appetit auf Gekauftes nimmt immer mehr ab. Nach und nach kamen dann auch noch Wildpilze hinzu und entfachten erneut meine Neugier. Mit unendlichem Fleiß und Ausdauer habe ich mich erfolgreich in das Thema Pilze eingearbeitet und es macht mir immer wieder Freude, mein Wissen an die Menschen weiter zu geben, die sich auch damit beschäftigen und einfach ein bisschen Unterstützung brauchen.

 

Mein Mann und ich sind nun auch glückliche Gartenbesitzer und bauen unser eigenes Gemüse an. In der Kombination: eigen Angebautes, Kräuter, Wildpflanzen und Pilze, Herstellung von Tees, Salben, Kosmetikprodukten, Räucherwerk usw. haben wir es geschafft, unseren Zukaufbedarf um ungefähr die Hälfte zu reduzieren. Unser Ziel ist es, uns in Zukunft so gut es geht selbst zu versorgen, wir freuen uns auf die Freiheit von industriell herstellten Produkten und die Gewissheit, uns gesund zu ernähren.

 

Seit 2009 bin ich geprüfte Pilzsachverständige und im Jahr 2012 absolvierte

ich die Ausbildung in Phytotherapie-Heilpflanzenkunde an der freien Heilpraktikerschule Freiburg.

 

Naturkundliche Exkursionen und Seminare biete ich seit 2010 im Raum Emmendingen an. Besonders interessant ist auch immer wieder die Arbeit mit Kindern und ich freue mich über jeden Auftrag von Schulen, die den Kindern während Projektwochen oder -Tagen die Möglichkeit bieten, etwas über die Natur und ihre Lebewesen zu erfahren.

 

Vita

 

- seit 2006 Mitglied im Arbeitskreis "mykologische AG Südbaden"

- seit 2009 DGfM-geprüfte Pilzsachverständige

- seit 2010 Mitglied des Vereins der Pilzfreunde Stuttgart e.V.

- seit 2012 Zusammenarbeit mit der Giftzentrale der Uni Freiburg

- seit 2013 Initiatorin der Pilzberatungsstelle Emmendingen

- seit 2014 Naturschutzwart des Landkreis Emmendingen

- seit 2014 Pilzschutzbeauftragte des Landkreis Emmendingen

 

Jedes Jahr besuche ich Fortbildungen und Lehrveranstaltungen:

regelmäßige Pilzsachverständigentreffen mit Vorträgen über Vergiftungsfälle und Vergiftungsdiagnosen, Natur- und Artenschutz, Waldrecht - Gesetzeslage und Gesetzesänderungen, Pilzpädagogik und Erwachsenenarbeit.
Regelmäßige Exkursionen in einem Mykologischen Arbeitskreis.

 

 

                                                                                                 

 

 

 

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Radioaktivität in Pilzen

 

Die Folgen von Tschernobyl (1986):

Beispiele:

1. Cäsium-137: die Hälfte davon ist noch in der Umwelt vorhanden. Casium-137 lagert sich vorwiegend im Muskelgewebe ein.

2. Jod-131: ist in der Umwelt kaum noch vorhanden. Jod-131 lagert sich vorwiegend in der Schilddrüse ein.

3. Strontium-90: ist in der Umwelt noch zur Hälfte vorhanden, es wurde allerdings sehr wenig bei dem Unfall freigesetzt.

   Strontium-90 lagert sich vor allem in den Knochen und dem Knochenmark ein.

 

Die EU legt (willkürlich - ohne wissenschaftlichen Anhalt) Grenzwerte für natürliche Lebensmittel fest.

1. 1 KG Frischmasse darf max. 600 Bq enthalten

2. 1 KG Frischmasse für Säuglingsnahrung darf max. 370 Bq enthalten

Unabhängige Experten raten auf der Grundlage der Strahlenschutzverordnung (1976) zu strengeren Grenzwerten. Nahrung für Erwachsene sollte mit höchstens 30 bis 50 Bq/kg und für Kinder, stillende und schwangere Frauen mit höchstens 10 bis 20 Bq/kg belastet sein. Dabei wurde von 1 % Strontium-90 bezogen auf den Aktivitätsgehalt an Cäsium-137 in Nahrungsmitteln ausgegangen. Wegen Unsicherheiten bei den Bewertungsgrundlagen wird für Kindernahrung jedoch meist nur ein Höchstwert von 5 Bq/kg Cäsium-Gesamtaktivität empfohlen. (Quelle: Umweltinstitut München)

 

Pilze, Pflanzen und Tiere nehmen die radioaktiven Partikel aus den oberen Bodenschichten auf. Dorthin gelangen diese unter anderem durch abgeworfene Nadeln von Nadelbäumen, welche jedes Jahr zusätzliche Radioaktivität in den Boden bringen. Durch die Zersetzung werden die radioaktiven Stoffe wieder über die Wurzeln der Pflanzen aufgenommen und gelangen so z.B. in Mykorrhiza-Pilze wie den Maronenröhrling.

Bei Pilzen ist die Belastung sehr unterschiedlich, z.B. strahlt die Hirschtrüffel 10x mehr als der Maronenröhrling- das liegt daran, dass die einzelnen Pilzarten mehr oder weniger dazu neigen, Radioaktivität aufzunehmen. So erklärt sich auch die teilweise hohe Belastung in Wildschweinfleisch, wenn diese zu viele Hirschtrüffeln fressen. Andere Wildarten, die keine oder weniger Hirschtrüffeln fressen, sind weniger belastet.

Besonders viel an Cäsium enthalten z.B. folgende Pilzarten: Pfifferlinge, Lacktrichterlinge, Maronenröhrlinge, Habichtspilze, Birkenpilze, Erdritterlinge

Allerdings ist die Belastung von Ort zu Ort verschieden, besonders einige Gebiete in Bayern sind nach wie vor stark belastet.

Die in Baden-Württemberg untersuchten Pilzproben liegen in den meisten Gebieten weit unter den Grenzwerten von 600 Bq - z.B. bei 2012 untersuchten Maronenröhrlingen im Landkreis Biberach meist bei ca. 200 Bq pro Kg Frischmasse.

Die EU empfiehlt, pro Tag und Person max. 250 g Frischpilze zu verzehren. Zuchtpilze sind nicht radioaktiv belastet.

 

Wer sich für das Thema interessiert, hier der Link zum Umweltinstitut München: www.umweltinstitut.org/home.html

Dort kann man auch Pilze nachmessen lassen.

 

Jedoch: können wir der Belastung durch Radioaktivität ausweichen?

 

 

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Übersicht über die Vielzahl der heimischen Gattungen und Arten              

Unsere heimische Pilzflora besteht aus ca. 170 Pilzgattungen mit ca. 6000 Pilzarten.
In etlichen Gattungen finden sich giftige und tödlich giftige Pilze, oft sehr ähnlich der vielen
nicht genießbaren und auch der essbaren Pilzarten.

Es gibt ca. 16 Vergiftungssyndrome, verursacht durch mehrere hundert Pilzarten (Dunkelziffer unbekannt).

Dagegen stehen maximal 50 Pilzarten, die als gute Speisepilze bezeichnet werden können,
gefolgt von etlichen genießbaren, jedoch nicht schmackhaften sowie ungenießbaren, jedoch nicht giftigen Pilzarten.

Zu fast jedem Speisepilz gibt es mindestens einen ungenießbaren, giftigen oder tödlich giftigen Doppelgänger.

 

Häufigste/wichtige Pilzgattungen

Speisepilze

Giftpilze

 

Kremplinge - paxillus

 

nein

 

ja

Gelbfüße chroogomphus

Schmierlinge gomhidius

 

ja

nein

Schnecklinge - hygrophorus,

ca. 50 Arten

 

ja

nein

Saftlinge - hygrocybe

Ellerlinge - Camorophyllus

 

nein

etliche

Trichterlinge - clitocybe, > 50 Arten

 

ja

viele tödlich giftige enthalten

Lacktrichterlinge - laccaria, ca. 10 Arten

 

ja

nein

Rötelritterlinge, Röteltrichterlinge - lepista

 

ja

nein

Ritterlinge - tricholoma, 50 - 100 Arten

 

ja

einige tödlich giftige enthalten

Weichritterlinge - melanoleuca,

ca. 35 Arten

 

ja

unbekannt

Rüblinge - collybia, ca. 40 Arten

 

ja

ja

Helmlinge - mycena, ca. 100 Arten

 

nein

ja

Rötlinge - enteloma

 

ja

einige tödlich giftige enthalten

Dachpilze - pluteus, ca. 5 Arten

 

unter Vorbehalt

ja

Wulstlinge - amanita, ca. 30 Arten

 

ja

viele tödlich giftige enthalten

Egerlinge - agaricus, ca. 60 Arten 

 

ja

ja

Schirmlinge - lepiota, ca. 40 Arten

 

 

viele tödlich giftige enthalten

Riesenschirmlinge - macrolepiota,

ca. 30 Arten

 

ja

ja

Tintlinge - coprinus, ca. 100 Arten

 

ja

ja

Schwefelköpfe - hypholoma,

ca. 10 Arten

 

ja

ja

Risspilze - inocybe, ca. 150 Arten

 

nein

alle giftig, tödlich giftig oder giftverdächtig

Häublinge - galerina, ca. 60 Arten

 

 

einige tödlich giftig

Schleierlinge cortinarien, ca. 700 Arten

 

ja

viele tödlich giftig

Röhrlinge, 50-70 Arten

 

ja

einige giftig

Täublinge - russula

Milchlinge - lactarius

mehrere 100 Arten

 

ja

ja

Hallimasch - armillaria, ca. 10 Arten

 

ja

giftverdächtig 

 

 

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Infos zu den Ausbildungsangeboten Pilzcoach oder Pilzsachverständiger                            

 

Sie möchten gerne tiefer in die Mykologie einsteigen und eine Ausbildung absolvieren?
Als Laie ist es nicht einfach zu entscheiden, welche Ausbildung Sie machen sollten. Es ist entscheidend, ob Sie lediglich einen Einblick erhalten möchten, pädagogische Ansätze kennen lernen oder Fachwissen und Sicherheit erlangen wollen.
Lesen Sie hierzu bitte auch die "Übersicht über die Vielzahl der heimischen Gattungen und Arten".

Es stellen sich Fragen zu den Angeboten, Ausbildungsstätten und Inhalten:

1. Was möchten Sie persönlich lernen, wie tief möchten Sie einsteigen und wie viel über Pilze/Mykologie möchten Sie erfahren?
2. Bekommen Sie mykologisches Fachwissen, Kompetenz und Sicherheit vermittelt?
3. Welches sind die Ziele der Ausbildungen?
4. Was können Sie im Anschluss mit dem Erlernten realistisch selber umsetzen?
 

Gerade durch die Wichtigkeit, Pilzvergiftungen zu vermeiden, andere zu schützen und sicher zu beraten, ist es unerlässlich,
sich intensiv mit der Mykologie zu beschäftigen. Dies gilt im Besonderen, wenn man beabsichtigt, mit  Menschen (vor allem Kindern)
zu arbeiten oder Exkursionen zu leiten. In der Ausbildung zum Pilzcoach erhalten Sie lediglich einen Einblick in die Mykologie.
Sie erhalten allerhand Bastel-, Färbe,- und Spielanregungen, welche aber auch im Internet zu finden sind und wozu es keiner "professionellen" Anleitung bedarf (siehe auch "Pilzpädagogik", dort sind einige Internetlinks aufgeführt). Es ist nicht möglich,
innerhalb von einem oder zwei Jahren einen ausreichend
großen Fundus an Wissen und Erfahrung zu erlangen und schon gar nicht an 3 Wochenenden, von denen mindestens eines
nicht in der Hauptpilzzeit liegt. Es braucht jahrelanges Training und praktische Pilzkunde (Feldarbeit, Exkursionen, Bestimmungstraining), um sich in dem großen Reich der Pilze (ca. 6000 Pilzarten in Deutschland) zurechtzufinden und sich sicher zwischen Speise- und Giftpilzen zu bewegen. Jeden Pilz muss man etliche Male gesehen haben, um ihn sicher und einwandfrei identifizieren zu können.
Und da einzelne Pilzarten jeweils nur zu bestimmten Jahreszeiten erscheinen (und das nicht jedes Jahr), benötigt man einige Zeit,
um einen einigermaßen sicheren Kenntnisstand zu erreichen.
 

Ich biete diese oder ähnliche Ausbildungen nicht an, da ich es nicht vertreten kann, Menschen zu vermitteln, mit minimaler Ausbildung
in der Lage zu sein, pilzkundlich zu arbeiten. Jeder, der sich mit Pilzen beschäftigt erfährt, wie wichtig ausreichende Arten- und Gattungskenntnisse sind und wie viele Unsicherheiten es gibt.

Durch Spielereien, wie Färben von Wolle, Papier herstellen etc. werden etliche Pilze aus dem Wald geholt, und unwissenderweise werden dabei auch geschützte Pilzarten mitgesammelt und etliche andere Pilze zertreten. Dadurch werden Ökosysteme nachhaltig gestört.
Wir brauchen es heutzutage wirklich nicht mehr, die Natur so auszubeuten.

 

Sind Sie ernsthaft interessiert und haben Sie vor, Exkursionen zu leiten oder mit Kindern zu arbeiten, sollten Sie sich zum Pilzsachverständigen ausbilden lassen und wissen, dass das Erlangen von Fachwissen und auch persönlicher Sicherheit Zeit und Übung braucht. Wenn Sie etwas über Pilze lernen, Ihr Pilzwissen aufbauen und erweitern möchten, sind sie auch bei regelmäßigen Exkursionen und Tages- / Wochenendseminaren sicher gut aufgehoben. Dort beschäftigen Sie sich intensiv mit den jeweils vorkommenden Pilzen und lernen viel über Arten, Gattungen, Speisewert und Giftigkeit, Verwechslungsgefahren etc. Die Ausbildung zum Pilzcoach eignet sich eher für Pilzkenner mit fundierter Kenntnis und Erfahrung als Ergänzung um pädagogische Ansätze.

 

Gegenüberstellung der Ausbildungsinhalte

 

 

Ausbildungsinhalte

 

Nachteile

 

Pilzcoach

- Grundkenntnisse in Ökologie und Pilzwissen

- pädagogische Ansätze: Färben, Basteln etc.

- Grundkenntnisse der Pilzbestimmung

- vorgestellte Gattungen: max. 5

- vorgestellte Pilzarten: max. 5-10

 

Sie erhalten einen Einblick in die Mykologie sowie minimale Gattungs- und Artenkenntnis. Wenn Sie bereits einige Erfahrung mit Pilzen haben, kann dies sicher eine Ergänzung darstellen, z.B. für Lehrer und Pädagogen.

 

- max. 2 Kurz-Exkursionen

- wenig Bestimmungstraining

- kurze Ausbildungszeit

 

Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf pädagogischen Ansätzen, Gattungs- und Artenkenntnis können in der kurzen Kurszeit kaum vermittelt werden.

 

Pilzsachverständiger

- Gattungskenntnis: ca. 30-50 Pilzgattungen

- Artenkenntnis: mindestens 100 Pilzarten

- pro Kurs bis zu 5 Exkursionen

- intensives Pilzbestimmungstraining

- Giftpilze, Pilzvergiftungen - Kennen lernen der einzelnen

  Pilzvergiftungs-Syndrome sowie der verursachenden 

  Giftpilze (mind. 50 Arten) und Behandlungsmöglichkeiten

- Kenntnisse in Natur- und Artenschutz, Waldrecht,

  geschützte Pilzarten, Rote Liste

 

Sie arbeiten sich intensiv in die Mykologie ein und erreichen durch die vielen Exkursionen, das intensive Bestimmungstraining und den theoretischen Unterricht zu Gattungen, Arten, Vergiftungen etc. ein fundiertes Wissen.

Eine umfangreiche Prüfung ermöglicht Ihnen die Tätigkeit als Pilzsachverständiger bzw. Pilzberater.

- längere Ausbildungszeit

- 5-15 Exkursion mit

  Bestimmungstraining

- umfangreiche Prüfung

- persönlicher Einsatz durch  

  Lernen und Feldarbeit nötig

 

 

 

Zu weiteren Fragen können Sie sich gerne an mich wenden.
Lesen Sie auch die Informationen unter der Rubrik "
Pilzpädagogik".   

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Buchempfehlungen

 

Pilzliteratur

 

Marcel Bon, Pareys Buch der Pilze
Ein handliches und wirklich gutes Bestimmungsbuch, leichte Navigation durchs Buch, inkl. ausführlichem Bestimmungsschlüssel. Gezeichnete Bilder zeigen auch Details, die auf Fotos oft nicht zu sehen sind. Die Artenbeschreibungen sind in Kurzform, daher ist ein zweites Buch vorteilhaft.

 

Hans E. Laux, Der große Kosmos Pilzführer
Sehr ausführliche Pilzbeschreibungen und ein vereinfachter Bestimmungsschlüssel. Hinweise auf Vorkommen, Speisewert und mögliche Doppelgänger.

 

Andreas Gminder: Handbuch für Pilzsammler
Sehr ausführliche Pilzbeschreibungen, gute Fotos - oft ergänzt durch Detailzeichnungen- und Bestimmungsschlüssel. Hinweise auf Vorkommen, Speisewert und mögliche Doppelgänger. Leider kein Bestimmungsschlüssel.

 

Ewald Gerhard, Pilze treffsicher bestimmen in drei Schritten

Gutes Einsteigerbuch, in dem die drei wichtigsten Merkmale jedes Pilzes herausgearbeitet sind.
Allerdings weit weniger Pilzarten beschrieben, als in den anderen Büchern.

 

German J. Krieglsteiner - die Großpilze Baden-Württembergs
Band 1: Leisten-, Keulen-, Korallenpilze etc.

Band 2: Röhrlinge, Täublinge, Milchlinge, Schmierlinge, Stoppelpilze, Pfifferlinge etc.

Band 3: Schnecklinge, Ritterlinge, Trichterlinge, Helmlinge, Rüblinge etc.

Band 4: Knollenblätterpilze, Wulstlinge, Schirmlinge, Rötlinge etc.

Band 5: Schleierlinge, Risspilze, Häublinge, Düngerlinge, Egerlinge etc.

Gute Bücher mit einigen Schlüsseln, viele Informationen zu Ökologie und Habitaten, Karten mit Fundstellen in B.W.,

viele Pilze enthalten, die in anderen Büchern nicht aufgeführt sind. Die Bücher sind allerdings nichts für Anfänger.

 

Pilzzeitung der Tintling von Karin Montag.

Diese Zeitung erscheint alle zwei Monate und enthält viele tolle Infos für Pilzbegeisterte.

 

Wernhard Einar Schmidt: Anbau von Speisepilzen

Umfassendes Werk zu Kulturverfahren- allerdings nicht geeignet um Infos für den Heimanbau zu erhalten

 

Jolanda Englbrecht: Pilzanbau in Haus und Garten

Alles was man braucht, um selber Pilze zu züchten, findet man in diesem Buch

 

Prof. Dr. Jan I. Lelley: Die Helkraft der Pilze - wer Pilze isst, lebt länger

 

René Flammer und Egon Horak: Giftpilze - Pilzgifte

Das Standardwerk über Pilzvergiftungen, Symptome, Behandlungen etc.

 

H. Schmid und W. Helfer: Pilze - Wissenswertes aus Ökologie, Geschichte und Mythos

Informativ, lustig, spannend.......

 

 

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www.pilzberatung-emmendingen.de

 

 

Nur was wir kennen, können wir achten und schützen

 

Die wenigsten Menschen haben heute noch die Möglichkeit, etwas über das unendlich große und spannende Thema Pilze zu erfahren, weil ihnen einfach die Ansprechpartner fehlen. Pilzkunde kann man nicht auf die Schnelle lernen, man braucht persönliche Begleitung, kompetente Beratung und jahrelanges Training. Nur so ist es möglich, sich sicher zwischen Gift- und Speisepilzen zu bewegen.

 

Pilze sind faszinierend und schön, wir sollten lernen, achtsam mit ihnen und der Natur umzugehen - damit wir und auch die nachfolgenden Generationen noch lange Freude an ihnen haben.

 

Im Gegensatz zu vielen öffentlichen Anbietern (die Gruppen von bis zu 30 Teilnehmern bilden) arbeite ich mit kleinen Gruppen. So ist es für jeden Teilnehmer effektiver, weil mehr Zeit für eigene Fragen ist, und ich auf die unterschiedlichen Wissensstände gut eingehen kann.

Auch die schönste Exkursion (oder Seminar) bringt nichts, wenn Sie danach keinen Ansprechpartner haben. Daher stehe ich für die Teilnehmer meiner Exkursionen und Seminare ganzjährig zur Verfügung, wenn es um Fragen oder um die Bestimmung der eigenen Pilzfunde geht.

 

Natur- und Artenschutz, Waldrecht

Die Natur besteht aus Lebensgemeinschaften von Pflanzen, Tieren und Pilzen. Die Ökosysteme müssen geschützt und sorgfältig behandelt werden. Wir haben ein freies Zutrittsrecht (z.B. für den Wald) und das Recht auf Erholung. Allerdings unterliegen unsere Freizeitaktivitäten den Natur- und Artenschutzgesetzen sowie dem Waldrecht.

 

 

Auszug aus dem Naturschutzgesetz BW

 

$ 38 Allgemeiner Schutz der Pflanzen und Tiere

Es ist verboten

- wild wachsende Pflanzen ohne vernünftigen Grund von ihrem Standort zu entnehmen oder zu schädigen

- wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten

- Lebensstätten wild lebender Tier- und Pflanzenarten ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören

 

$ 45 Aneignung von Pflanzen und Früchten
Jedermann hat das Recht, in der freien Landschaft wild lebende Pflanzen, Beeren, Früchte oder Pilze der nicht besonders geschützten Arten in ortsüblichem Umfang sich anzueignen sowie Blüten, Blätter oder Zweige in Mengen, die nicht über einen Handstrauß hinausgehen, zu entnehmen. Die Ausübung dieses Rechts hat pfleglich zu erfolgen. Das Sammeln von wild lebenden Tieren und Pflanzen der nicht besonders geschützten Arten für den Handel und für gewerbliche Zwecke bedarf, unbeschadet der Rechte Dritter, der Erlaubnis der Naturschutzbehörde.

Zur Interpretation der Gesetze: Es ist hier die Frage, wie der ortsübliche Umfang einzuordnen ist. Allgemein wird von Eigenbedarf gesprochen, der aber unterschiedlich interpretiert wird. Viele Forstbehörden geben Informationen über gestattete Sammelmengen heraus. Zum Beispiel wird immer wieder von den Forstbehörden die für Pilze geltende Höchstmenge von 1 KG pro Tag festgelegt.

 

Besonderer Artenschutz (und Sammelverbot) gilt für streng geschützte Arten. Darunter fallen

- alle Vogelarten

- Säugetiere: z.B. Fledermäuse, Feldhamster, Biber

- Reptilien: z.B. Zauneidechse, Mauereidechse, Smaragdeidechse

- etliche Schmetterlinge und Käfer, Weinbergschnecken

- Pflanzen: z.B. Schneeglöckchen, Märzenbecher, Leberblümchen,

  Schlüsselblumen, Arnika, Küchenschelle, Eisenhut

- Pilze: Semmelporling, Schafeuterporling, Kaiserling, schwarzhütiger Steinpilz

  Anhängselröhrling, Silberröhrling, Könígsröhrling, Schweinsohr, alle Trüffel

 

Nach Einbruch der Dunkelheit dürfen Wege nicht verlassen werden. Vom 1. März bis 31. Oktober gilt Rauch- und Feuerverbot im Wald.

Da fast ganzjährig Tiere Junge haben, sollten wir uns auch um Ruhe bemühen.

 

In Naturschutzgebieten und Jungpflanzungen gilt, dass nur auf Wegen gegangen werden darf sowie generelles Entnahmeverbot von
Pflanzen und Pilzen. In einigen Naturschutzgebieten gibt es Ausnahmeregelungen, die auf den Informationstafeln aufgeführt werden.

 

 

Wer sich für die Gesetzte interessiert - hier der Link ==>

Link Rote-Liste-Arten (LUBW Baden-Württemberg) ==>
Link Bundesamt für Naturschutz 
==>

 

 

 

 

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Pilze im Jahresablauf

April - Mai
Hier beginnt die Vorsaison, in der wir bereits einige interessante und auch wohlschmeckende Pilze finden können.
In dieser Zeit wachsen schon folgende Speisepilze: Morcheln, Mairitterlinge, Stockschwämmchen - sowie etliche Giftpilze, wie
der ziegelrote Risspilz.

Juni - Juli - August
Im Juli hat das Pilzjahr, wenn die Wetterverhältnisse stimmen, seinen ersten Höhepunkt und wir können bereits viele Pilzarten finden. Hier beginnt die Erscheinungszeit von Steinpilzen und Pfifferlingen, sowie einigen Pilzen, die den Rest des Jahres kaum noch zu finden sind, wie den Hasenröhrling. Auch Knollenblätterpilze und andere Giftpilze sind vielfach zu finden.
Insgesamt gibt es zu dieser Zeit noch nicht zu viele Arten, so dass das Kennen lernen wichtiger Speise- und Giftpilze jetzt am effektivsten geübt werden kann.

Speisepilze in dieser Zeit: Röhrlinge, Pfifferlinge, Täublinge, Milchlinge, Champignons, Eichhase, Riesenschirmling, Perlpilz und Totentrompete.

September -  Oktober
Haben wir genügend Regen, ist ab September die Hauptwachstumszeit von Pilzen. Allerdings wachsen nun auch die giftigen Pilze in Mengen. Der Herbst ist eine gute Zeit, sich auch intensiv mit Giftpilzen zu beschäftigen. Jetzt ist auch Hochsaison für die Schleierlinge mit ihren faszinierenden Formen und Farben.

Speisepilze im Herbst: Röhrlinge, Täublinge und Milchlinge, Reizker, Riesenschirmlinge, Stoppelpilze, Hallimasch, Trompetenpfifferlinge, Lackpilze, Rötelritterlinge, Nebelkappe, Mönchskopf.


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Pilzvergiftungen
 

Die tödlich und stark giftigen Pilze finden wir vor allem in den Gattungen Wulstinge/Knollenblätterpilze,

Schleierlinge, Schirmlinge, Trichterlinge, Risspilze und Häublinge.

Daher einige lebenswichtige Tipps.


 

Essen Sie keine Pilze mit folgenden Merkmalen:

  • Pilze, die in allen Teilen grüne, gelbe oder orangene Farben aufweisen (Schleierlinge)
     

  • Pilze, die in allen Teilen weiß sind (Knollenblätterpilze , Schirmlinge, Trichterlinge)
     

  • Pilze, die weiße Lamellen haben und entweder Hüllreste auf dem Hut, eine Knolle oder Volva oder einen Ring haben (Wulstlinge/Knollenblätterpilze, Schirmlinge)
     

  • alle kleinen, irgendwie braunen Pilze (Risspilze, Häublinge)
     

  • alte, vermadete, schwammige oder rohe Pilze
     

  • Pilze, die vergammelt aussehen oder riechen (Fischgeruch)
     

  • Pilze, die nicht richtig gekühlt wurden oder in Plastik verpackt sind

 

Erklären Sie Ihren Kindern, dass sie niemals in Pilze beißen sollen, die sie finden.

 

Lassen Sie sich nur von geprüften Pilzsachverständingen beraten und nicht von Personen, die irgendwelche Minimalausbildungen absolviert haben. Nur Pilzsachverständige haben ein fundiertes Wissen und jahrelange Praxiserfahrung. Hüten Sie sich vor "alten Hasen" und selbsternannten "Spezialisten".

 

Bei allen Pilzen, die Sie essen möchten, müssen Sie absolut sicher sein, dass diese richtig bestimmt sind.

 

Sie können meine Exkursionen und Pilzberatung nutzen, um fundierte Einblicke und Artenkenntnis zu erlangen und zu trainieren.

 


 

Sofortmaßnahmen bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung:

 

 

Sammeln Sie alle Putzreste, Mahlzeitreste und Erbrochenes ein und heben Sie es für eine Untersuchung und Bestimmung auf und kontaktieren Sie einen Pilzsachverständigen der DGfM.

 

Gehen Sie zum Hausarzt oder in die Klinik. Scheuen Sie sich nicht, weil es Ihnen peinlich ist, Ihr Leben kann davon abhängen. Je früher Sie bei einer ernsthaften Vergiftung in Behandlung kommen, desto besser sind Ihre Gesundungschancen.

 

Verständigen Sie die Gift-Notruf-Zentrale.

 

Versuchen Sie, Ruhe zu bewahren, sprechen Sie sich mit dem Pilzsachverständigen oder der Notrufzentrale ab.

 

Probieren Sie keine Hausmittelchen aus, auf keinen Fall Milch oder Salzwasser trinken oder Medikamente nehmen.

 

Das selbständig herbeigeführte Erbrechen wird zwischenzeitlich nicht mehr unbedingt empfohlen, da es zur Einatmung von Erbrochenem und nachfolgender Lungenentzündung kommen kann.

 

Für Notfälle: Giftnotrufnummer der Uniklinik Freiburg: 0761 19240

Weiter Pilzsachverständige finden Sie unter Kontakt

 

 

 

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Gesund Leben mit Kräutern, Heilkräutern und Wildpflanzen

 

 

Unberührt und frei von landwirtschaftlichem Tun wachsen Wildpflanzen und Heilkräuter in einem eigenen Ökosystem. Sie leben in ständigem Austausch mit ihrer Umgebung und nehmen durch die Wahl ihres Lebensbereichs ein Maximum an Kraft und Vitalität in sich auf. Dadurch sind sie für uns Menschen die besten Helfer und wir dürfen an ihrer Kraft und Heilwirkung teilhaben. Direkt vor unserer eigenen Haustür und in unseren Gärten wächst oft schon eine Vielzahl an Wildpflanzen und Heilkräutern - wir müssen nicht stundenlang in Wald und Flur umherwandern, sondern haben sie in unmittelbarer Umgebung. 

Schon der Gang in die Natur, das Suchen und Sammeln von Pflanzen, in Achtsamkeit für ihre Schönheit und ihren Lebensraum, den sie sich mit den Bäumen, Tieren und Pilzen teilen, versetzt uns in Heilung und Ganzwerdung.

 

Was ist gut daran, wenn wir uns mit Wildpflanzen ernähren?

Durch das Verzehren von Wildpflanzen haben wir die Möglichkeit, uns mit purer Lebenskraft und Vitalität zu füllen und uns vitaminreich und gesund zu ernähren. Seit tausenden von Jahren haben sich die Menschen (zum Teil fast ausschließlich) von Wildpflanzen ernährt. Durch ständiges Probieren und Verarbeiten finden sich die schmackhaftesten Pflanzen und Pflanzenkombinationen. Selbst die gehobene Gastronomie hat mittlerweile die Wildpflanzen für sich entdeckt und begeistert ihre Gäste mit köstlichsten Gerichten. Die ungewohnten Geschmacksnoten fördern unsere Kreativität beim Zubereiten von Speisen und ergänzen unsere Mahlzeiten mit einer Vielzahl von geschmacklichen Höhepunkten.

 

Einsatzmöglichkeiten von Wildpflanzen

Salat-, Suppen-, Gemüse- oder Würzkräuter, Heil- oder Aromapflanzen, Räucherpflanzen oder Pflanzen zur Herstellung von Kosmetik; für jeden Wunsch finden sich fast ganzjährig entsprechende Pflanzen, oft in unserer direkten Umgebung. Wenn wir die Natur mit neuen Augen sehen lernen erkennen wir, wie reichhaltig und freigiebig sie alles für uns bereit hält. Wir sind nicht einfach nur in der Natur sondern mitten in einem Gemüsegarten.

 

Gesundheitlicher Wert von Wildpflanzen

"Deine Medizin wächst in deinem eigenen Garten oder vor deiner Haustür". Oft ist es so, dass genau die Pflanzen, die wir als "Medizin" brauchen, wirklich in unserer direkten Umgebung wachsen. Wir wundern uns, warum überall z.B. die Brennessel oder der Giersch wächst und stellen fest, dass es wichtig für uns wäre, etwas für unser Blut oder unsere Gelenke zu tun - wir können uns jeden Tag etwas von der Pflanze nehmen und z.B. einen Tee für uns daraus zubereiten.

Jede einzelne Wildpflanze kann durch ihre Vielzahl an Inhaltsstoffen als Heilpflanze bezeichnet werden. Mit dem Verzehren von Wildpflanzen erhalten wir Stoffe, die in gezüchteten und veränderten Nutzpflanzen nicht oder kaum noch enthalten sind.

Wildpflanzen sind für unsere Gesundheit von ungeahnter Wichtigkeit. Viele Wildpflanzen enthalten Bitterstoffe, welche sich positiv auf den Stoffwechsel, Galle, Leber und Verdauung auswirken. Auch können wir davon ausgehen, dass zu jeder Jahreszeit die für uns wichtigen Pflanzen wachsen, wie z.b. blutreinigende und stoffwechselfördernde Pflanzen des Frühjahrs (Bärlauch, Löwenzahn, Giersch) für die Frühjahrs-Entschlackungskur.

 

Weitere wichtige Inhaltsstoffe:

Allantoin: Zur Wundheilung und Hautpflege, Zellaufbau, Zellgeneration

Ätherische Öle: Heilwirkung auf den Verdauungstrakt oder bei Infektionen

Flavonoide (Blütenfarbstoffe): Wirken antibakteriell, antiviral, zellschützend, herz-kreislauf-stärkend.

Gerbstoffe: Verhindern Fäulnisprozesse, wirken entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral und Gifte neutralisierend

Senföle: wirken infektionsvorbeugend, antibakteriell und keimtötend

Vitamine und Mineralstoffe: Alle Wildpflanzen enthalten eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen und stärken somit unser Immunsystem

Ballaststoffe: Sind verdauungsanregend und entschlackend, fördern so automatisch ein ausgeglichenes Körpergewicht und helfen dabei schlank zu bleiben

 

Gegen jedes Zipperlein ist ein Kraut gewachsen

Es ist sehr mühsam, jede Pflanze auf ihre eigenen Inhaltsstoffe und ihre spezifische Heilwirkung hin zu untersuchen und sich alles merken zu wollen. Aber es ist von Vorteil, wichtige Heilpflanzen zu kennen, um sie bei entsprechenden Beschwerden einzusetzen. Durch das regelmäßige Verzehren (und Tee trinken) von Kräutern und Wildpflanzen sind wir ausreichend mit allen wichtigen Inhaltsstoffen und Heilstoffen versorgt. Durch Ausprobieren finden wir heraus, welche Pflanzen uns persönlich gut tun, welche uns stärken und gesund erhalten. Ernähren wir uns regelmäßig mit den "wilden Kraftpaketen", sind wir bestens gerüstet, den meisten Zipperlein (Erkältungen, Frühjahrsmüdigkeit, Winterdepressionen, Verdauungsproblemen) erst gar keinen Nährboden zu bieten. Wenn wir dann doch einmal krank geworden sind, können wir uns mit speziellen Pflanzen in Form von Tees, Salben oder Tinkturen dabei unterstützen, schnell wieder auf die Beine zu kommen.

 

Zukunftsgedanken

Ob es in Zukunft noch möglich sein wird, mit konventionellem Landbau und allen seinen Folgen (Artenarmut, Verarmung und Verschmutzung der Böden, Abhängigkeit der Landwirtschaft von Fördergeldern usw.) uns Menschen mit ausrechend und guter Nahrung zu versorgen - da bin ich mir nicht sicher.

Ich denke, es ist auf jeden Fall gut, sich um sich selber kümmern zu können und sich die Möglichkeit zu schaffen, in jedem Fall an gute Nahrung zu kommen. Alles, was wir heute lernen, können wir eventuell irgendwann wirklich zum Leben brauchen.

 

 

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